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Bruno Manser. Spurlos verschwunden.
Das letzte Lebenszeichen des Regenwaldschützers und Menschenrechtlers stammt vom 23. Mai 2000. Seither gilt er als verschollen. Er verschwand in der Baumwelt der Penan-Nomaden im malaysischen Sarawak auf der Insel Borneo.
Bei ihnen hat er sechs Jahre verbracht (von 1984 bis 1990), mit ihnen das entbehrungsreiche Leben eines Urwald-Jägers und -Sammlers geteilt, gelernt, geforscht, 1000 Tagebuchseiten aufgezeichnet. Bis die Holzkonzerne mit ihren Bulldozern und Kettensägen auffuhren und die letzten Reviere der Penan angriffen. Manser organisierte ihren Widerstand, wurde zum Staatsfeind erklärt und musste flüchten. Von der Schweiz aus kämpfte er weiter; für das Überleben seiner Freunde und gegen das zerstörerische Wirtschaftssystem der technischen Zivilisation: mit dem Aufbau des Bruno-Manser-Fonds, mit politischen Vorstössen, mit Aufklärung und spektakulären Aktionen, die national und international Echo auslösten.
Bruno Manser war ein Vielbegabter, ein Multitalent, der auch als Naturforscher, Handwerker, Sportler verblüffte. Er war Maler, Kommunikator, Schriftsteller. Ein Querdenker, helwach, aneckend und unbequem. Seit Bruno Manser nicht mehr da ist, hat die Welt einen ihrer glaubhaftesten Verteidiger der bedrohten Lebensgrundlagen verloren. Was aber hat er bewirkt, der Wagemutige? Was hat ihn angetrieben, den humorvollen Grübler? Was ist mit ihm passiert? Und weshalb meinen manche, er lebe noch?
Ruedi Suter geht diesen Fragen nach und versucht sie zu beantworten. In einem hervorragend geschriebenen, minutiös recherchierten Report, der sich mit kritischem Respekt dieser ausserordentlichen Persönlichkeit annähert.
Broschiert: 344 Seiten
Autor: Ruedi Suter
Verlag: Zytglogge-Verlag, 1. Auflage (Januar 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3729606883
ISBN-13: 978-3729606883
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